Menschen, die unter Übergewicht leiden, haben meistens schon mehrere Diäten abgeschlossen - mit mehr oder weniger mäßigem Erfolg. Wer auf die Dauer sein Wunschgewicht halten möchte, sollte seinen Stoffwechsel aktivieren.
Es gibt Menschen, die können essen, soviel sie wollen und nehmen trotzdem nicht zu. Wieder andere setzen Fett an, sobald sie nur geringfügig über ihren Kalorienbedarf sündigen. Jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf die Zufuhr bestimmter Kombinationen an Lebensmitteln, denn die Energieumwandlung basiert auf einem individuellen Stoffwechsel. Die Forschungen nach den Ursachen dieser Unterschiede sind noch nicht abgeschlossen, wobei ein Zusammenspiel aus Vererbung und Verhalten angenommen wird. Dessen ungeachtet ist es möglich, den Fettstoffwechsel über einen bestimmten Zeitraum oder auf die Dauer so anzuregen, dass der Organismus mehr Energie umsetzt. Nach längerer Bettlägerigkeit zum Beispiel arbeitet der Körper auf Sparflamme, da zum einen die Bewegung erheblich eingeschränkt, zum anderen die Kalorienzufuhr automatisch reduziert wurde. Durch geeignete Maßnahmen wird der Stoffwechsel wieder angeregt. Auch im Zuge einer Diät sollte die Fettverbrennung durch einen beschleunigten Stoffwechsel aktiviert werden.
Bestimmte Lebensmittel sind für ihre verdauungsfördernden Eigenschaften bekannt. Dazu zählen Obst- und Gemüsesorten mit einem hohen Gehalt an Vitamin C, Ballaststoffe, scharfe Chilischoten und Ingwer. Auch die ätherischen Öle in Knoblauch, Zwiebeln, Lauch und einigen Kräutern regen sowohl die Darmtätigkeit als auch den Fettstoffwechsel an. Um einen reibungslosen Ablauf des Stoffwechsels zu gewährleisten, bedarf es einer Mindestmenge an Flüssigkeit im Körper. Ernährungswissenschaftler empfehlen zwei bis drei Liter Mineralwasser oder ungesüßten Kräutertee am Tag, um die Funktion der Körperzellen zu unterstützen. Als positiver Nebeneffekt ist eine aktivere Nierentätigkeit zu verzeichnen, die dafür sorgt, dass eingelagerte Giftstoffe und Schlacken den Körper schneller verlassen. Verzichten sollte man auf den übermäßigen Genuss von Alkohol, der bewirkt, dass dem Organismus Flüssigkeit entzogen wird. Auch von Zigaretten sollte man Abstand nehmen, von denen es zwar heißt, dass ihr Genuss sowohl die Darmtätigkeit als auch den Kreislauf anregen, doch gehen diese Erscheinungen eher auf den erhöhten Blutdruck infolge plötzlicher Arterienverengung zurück.
Um den Stoffwechsel über einen längeren Zeitraum zu aktivieren, sollte man die Maßnahmen nicht auf die bloße Nahrungsumstellung beschränken, denn ein wichtiger Faktor ist regelmäßige Bewegung. Schon einen halbe Stunde intensives Training am Tag kann helfen, die Fettverbrennung zu beschleunigen. Vor mehreren Jahren haben Sportwissenschaftler herausgefunden, dass das sogenannte Intervalltraining den Sauerstoffverbrauch und somit die Energieumwandlung im Körper erhöht. Beim Intervalltraining dient wiederholt intensive Anstrengung im Wechsel zu kurzen Pausen der Mobilisierung der letzten Kraftreserven. Die Übungen wie Sprinten oder Seilspringen dauern jeweils 30 Sekunden, worauf eine Pause von nur 10 Sekunden erfolgt. Diese Einheit wird vier- oder fünfmal wiederholt. Dem Training geht eine Aufwärmphase von etwas 15 Minuten voran, um Muskelzerrungen oder -risse zu vermeiden. Zudem sollte das Intervalltraining ausschließlich von Personen praktiziert werden, die über eine gute Kondition verfügen und nicht unter Herz- oder Kreislaufschwächen leiden.