Kopfhörer-Testbericht: Das richtige Modell finden

Wer sich für den Kauf eines neuen Kopfhörers entschieden hat, kann vom Marktangebot leicht überfordert werden. Zur Orientierung sollte man daher vorher den genauen Einsatzzweck festlegen.

Der Markt für Kopfhörer hat in der vergangenen Zeit einen erheblichen Wandel durchlaufen. Während früher der hochklassige Kopfhörer dem Einsatz an der Stereoanlage vorbehalten war und für unterwegs kleinere und qualitativ wenig überzeugende Produkte eingesetzt wurden, sind diese Grenzen mittlerweile verschwommen. High-Fidelity-Kopfhörer findet man nun selbst noch in den kleinsten Bauweisen für den MP3-Player vor, es werden spezielle Kopfhörer für den Verwendungszweck an Computern hergestellt, und auch der Markt für High-End-Produkte ist ordentlich in Bewegung gekommen. Für viele Kunden ist der Markt damit gänzlich unübersichtlich geworden, und es fällt immer schwerer, das passende Produkt zu finden. Im Kopfhörer-Testbericht zeigt sich aber, dass es einige wenige Kriterien gibt, an denen man sich bei seiner Kaufentscheidung sinnvoll orientieren kann.

Welche Kriterien diese Orientierung konkret bieten können, hängt ganz wesentlich vom Einsatz des Geräts ab. Immer beliebter bei Joggern, Pendlern und allen anderen, die viel unterwegs sind, ist dabei der Kopfhörer in Verbindung mit dem MP3-Player. In diesem Marktsegment haben sich die sogenannten In-Ear-Kopfhörer wesentliche Anteile sichern können, da sie besonders klein und leicht sind. Sie lassen sich gut transportieren und müssen aufgrund ihrer spezifischen Bauweise einige Millimeter in den Gehörgang eingeführt werden. Dadurch ergibt sich eine gewisse Abschirmung von Umweltgeräuschen, die ansonsten das Hörerlebnis stören könnten. Aus diesem Grund sind derartige Modelle insbesondere bei Joggern beliebt, die ablenkende Geräusche etwa von befahrenen Straßen ausschließen möchten. Nachteile bei diesen Kopfhörern sind neben der eher geringen Lebensdauer aufgrund der filigranen Bauweise auch die eher mäßige Klangqualität. Diese kann aufgrund der winzigen Tonwandler nicht mit größeren Modellen konkurrieren, für Radioprogramme jedoch sind die In-Ear-Hörer in jedem Fall ausreichend.

Ein neues Einsatzfeld haben insbesondere die Surround-Kopfhörer im Bereich der Videospiele gefunden. Immer mehr Spiele setzen auf räumliche Soundeffekte, die einer entsprechenden Abbildung durch einen Kopfhörer bedürfen. Handelt es sich hierbei sogar um 5.1- oder 7.1-Modelle, sind im Gerät nicht nur zwei, sondern sogar fünf oder sieben Wandler eingebaut, die die Töne erzeugen. Die Positionierung dieser Tonquellen ist dann dergestalt, dass der Eindruck erzeugt werden kann, die Soundeffekte spielten sich hinter oder über dem Träger des Kopfhörers ab. Häufig sind derartige Modelle zusätzlich mit einem Mikrofon ausgestattet, um die Kommunikation über entsprechende Chatsysteme zu erlauben. Diese Kopfhörer sind weniger transportabel als In-Ear-Varianten und auch preislich in der Regel deutlich über diesen anzusiedeln.

Wer beim Hören von Musik weiterhin auf eine einfache Stereoanlage vertraut, für den bieten sich offene und geschlossene Kopfhörer in traditioneller Bauweise an. Diese verfügen über die größten Hörmuscheln und sind damit in der Lage, einen natürlichen Klang anzubieten, der in seinem Detailreichtum nicht weit entfernt ist von aufwendigen Standlautsprechern. Diese Kopfhörer sind jedoch in der Regel im hochpreisigen Segment vorzufinden.